
Entstehungsprozesse
Was das Ablösen vom Malgrund betrifft, half es mir, viel auszuprobieren und zu akzeptieren, dass man grobe Schnitzer nicht einfach wie mit Ölfarbe überpinseln kann. Aber irgendwann ging es ins Gefühl über, wieviel Wasser eine bestimmte Farbqualität verlangte.
Löcher entstanden vor allem deshalb, weil das Papier zu dünn war. Deshalb nehme ich nur noch Papier vom Typ 300g/m², oft auch satiniert.
Einblicke
in die Malpraxis
Mit Gouachefarben können Bilder genauso wie bei der Ölmalerei in einem langsamen Prozess in Schichten entstehen. Dabei arbeitet man ebenfalls von dunkleren, wasserreichen Farbschichten hin zu hellen, farbintensiveren. Sehr helle Lichtpunkte kommen ganz zum Schluss. Abhängig vom Motiv kann eine mehr oder weniger aufwändige Vorzeichnung hilfreich sein.

Vorzeichnungen können mit leichten Bleistiftstrichen oder ölfreien Pastellstiften angefertigt werden.

Für die Untermalung eignet sich Siena natur. Aber auch andere Farben lohnen sich zum Experimentieren als Untermalung.

Der Baumstamm wurde mit Rot untermalt. Es gibt niemanden, der einen zwingt, Sachen so oder so zu malen.

Wenn von oben nach unten gemalt wird, liegt die Hand nicht ständig auf schon gemalten Flächen. Ein Handschuh beim Malen verhindert das Fettigwerden des Malgrundes.

Für eine perspektivische Zeichnung können unterschiedlich große Lineale sowie ein Zeichenbrett eine Hilfe sein. Für weit auseinander liegende Fluchtpunkte muss man jedoch eine kreative Lösung finden.

Die Vorzeichnung kommt auf ganz normales Zeichenpapier. Sie wird dann mithilfe eines starken Lichtes (z.B. Bauscheinwerfer) auf das Aquarellpapier übertragen. Wenn man beide Papiere hintereinander auf eine Plexiglasscheibe legt, ist das Abpausen einfach.

Ein breiter Pinsel eignet sich gut für Himmelsflächen. Ich verwende am liebsten Synthetikpinsel, da sie weder zu weich noch zu fest sind.









